
Amanti
Das junge Theaterprojekt Einbeck
Kein Platz für Liebe
Eine Farce von Anthony Marriot und Bob Grant
„Amanti“, das junge Theaterprojekt Einbeck, ist aktiv. Insgesamt drei Mal jeweils um 19 Uhr führt die Gruppe im Kammersaal, dem Kulturhaus in der Langen Brücke 1, die Farce „Kein Platz für Liebe“ von Anthony Marriot und Bob Grant auf.
Das Lawns Hotel liegt in der britischen Provinz, und es ist ausgebucht. Das liegt keineswegs an der nicht sonderlich professionellen Leitung durch das Ehepaar Abigail und Mourad Alami, auch nicht an den beiden nur bedingt arbeitsamen Angestellten Megan und Albert. Allerdings ist der Chef Mourad davon überzeugt, dass er einem First-Class-Haus vorsteht. Immerhin: Alle Zimmer sind belegt.
#Ein Sinfonie-Orchester wird in der Nähe auftreten und hat sich im Hotel einlogiert. Das geht nicht ohne Geräusche ab, die ungeübte Hörerinnen und Hörer sogar für angenehme Klänge halten.
Douglas ist einer dieser Musiker. Er spielt die Piccolo-Flöte, obwohl eine E-Gitarre besser zu ihm passen würde. Seine Frau Evelyn ist mitgekommen, aber sie spielt nicht auf Instrumenten, sondern mit alkoholangereicherten Getränken. Auch andere, nicht musikbelastete Gäste sind anwesend, so zum Beispiel Dr. Garfield. Seine Gattin hat er vorsichtshalber nicht mitgebracht, und das hat einen guten Grund. Bei ihm ist Michele, eigentlich seine medizinische Fachangestellte, die aber auch andere Bedürfnisse erfüllen soll. Garfield kann nicht ahnen, dass seine Ehefrau kurzfristig für das Orchester gebucht wurde, um eine kranke Cellistin zu ersetzen. So taucht auch sie im Lawns Hotel auf. Sollten sich hier vielleicht Konflikte ergeben? O ja, und nicht zu knapp.
Clifford und Julie haben mit Musik ebenfalls nichts zu tun. Sie haben soeben geheiratet und wollen ihre Flitterwochen im Hotel verbringen. Das wäre auch gelungen, wenn sich nicht plötzlich und unerwartet Probleme ergeben würden, von denen beide nichts geahnt haben. Ein Schluckauf spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Zu allem Überfluss steht das Hotel unangekündigt unter Beobachtung. Die Ladies Morrison und McDonald sind Inspektorinnen, die die Qualität des Hauses prüfen und das Ergebnis veröffentlichen wollen. Sie fallen von einer Überraschung in die nächste.
Als problematisch erweist sich die Zimmerverteilung. Das unbegabte „Mädchen an der Rezeption“ ist offenbar nicht fit, und die ungenügende Beschriftung der Räumlichkeiten gibt so manchen Gästen den Rest. Ein Chaos größeren Ausmaßes ist also unvermeidlich.
Und so ist eben diese Komödie – sie ist chaotisch und unwiderstehlich witzig. Die Mitglieder von „Amanti“ freuen sich auf gut gelaunte Zuschauerinnen und Zuschauer.



